Negative Vorprüfungen
07.04.2026
Für die Instandsetzung der Hochwasserschutzverwallung sind Böschungsabflachungen auf der „luftseitigen“ Böschung am Wathlinger Poldergraben, eine Erhöhung der Dammkrone und Sicherungen der luftseitigen Dammböschung erforderlich, um das gem. Sickerlinie austretende Wasser abzufangen und gefahrlos aus dem Dammkörper ableiten zu können. In Verbindung mit der Erhöhung der der Krone der Verwallung für einen Freibord von 40 cm bezogen auf das berechnete HQ100 wird eine Verbreiterung der der Verwallung in das Überschwemmungsgebiet der Fuhse erforderlich, sodass sich der Retentionsraum um 397 m³ bzw. rd. 400 m³ verkleinert. Dafür wird der Boden aus der Abflachung der linken/westlichen Böschung der Verwallung verwendet, sodass sich der Lieferverkehr weitestgehend auf die Anlieferung der Steinmatratzen beschränkt. Die Verwendung von Steinmatratzen mit Geotextilunterlage ermöglicht es auch, die Erdarbeiten gering zu halten. Für den Einbau einer Fußsicherung mit mineralischen Filtern, die sich beim Neubau einer Verwallung anbieten würde, wäre hier zunächst ein Großteil der vorhandenen luftseitigen Böschung abzutragen und abzufahren. Die Verkleinerung des Retentionsraums hat keine relevanten Auswirkungen. Da für den Aufbau der Verwallung verfügbarer Boden unterschiedlicher Qualitäten verwendet wurde, soll zusätzlich die Möglichkeit geschaffen werden, den Wathlinger Poldergraben mit einem Dammtafel-/Dammbalkenverschluss aufzustauen, um einen Gegendruck erzeugen zu können. Dazu sollen vor die vorhandenen Flügelwände der Brücke L311 über den Wathlinger Poldergraben, auf vorhandenen Fundamenten, Pfeiler betoniert werden, zwischen die der Verschluss bei „Gefahr im Verzug“ eingesetzt werden kann. Der begradigte und zur Entwässerung angelegte Wathlinger Poldergraben führt in der Regel wenig Wasser und weist keine ökologisch wertvollen Strukturen auf. Beim Verlegen der Steinmatratzen in Abschnitten soll das Wasser übergepumpt werden. Bei geringen Abflüssen kann auch in fließender Welle gearbeitet werden. Die gefräste Grasnarbe soll wieder aufgetragen werden, sodass die vorhandene Vegetation rasch zu einer Durchwurzelung der Oberflächen und Unterbindung von Erosion führen wird. Das vorhandene Material soll durch mit der UNB abzustimmendes Saatgut ergänzt werden. Die Deichböschungen bieten neben den primären technischen Funktionen, Lebensräume für Pflanzen und Tiere, sodass über das Pflegeregime Standorte mit naturschutzfachlich und landschaftsökologisch hoher Wertigkeit etabliert werden sollen.
Verfahrensführende Stelle
Landkreis Celle, Niedersachsen
Amt für Umwelt und ländlichen Raum
Untere Wasserbehörde
Wasserwirtschaftliche Vorhaben
Wasserwirtschaftliche Vorhaben