Vorhaben im Überblick

Zulassungsverfahren

Immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren § 16 BImSchG - Steinbruch Frommenhausen "Erweiterung Süd" - Antragsteller: Bau-Union GmbH & Co. Schotterwerke Heinz KG

20.01.2022

Die Bau-Union GmbH & Co. Schotterwerke Heinz KG, Rathausstraße 14, 72820 Sonnenbühl, betreibt süd-westlich der Ortschaft Frommenhausen auf Gemarkung Rottenburg a.N.-Frommenhausen (Flurstücks-Nrn. 225, 236-240/1, 247-255, 269/1, 1815/1) einen Steinbruch zur Gewinnung von Kalkgestein durch Sprengung auf einer Gesamtfläche von 17,82 ha. Im Steinbruch befindet sich ein Schotterwerk der Antragstellerin, in dem das gewonnene Gestein aufbereitet wird (Nebeneinrichtung). Die Betreiberin beantragt nun die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur wesentlichen Änderung gem. § 16 BImSchG. Der Antrag umfasst u.a. die Erweiterung des "Steinbruch Frommenhausen" um 4,39 ha in Richtung Süden (Abbau und Wiederverfüllung). Die Gesamtfläche des Steinbruchs vergrößert sich damit auf 22,21 ha. Die rechtlich maßgebliche Gesamt-Abbaufläche für die Einstufung der Anlage (aktiver Bestand und neu beantragt) beträgt 18,41 ha. Von der Erweiterung betroffen sind die Grundstücke Flurstücks-Nrn.241 bis 242/1, 243 bis 246, 247/1 und 261/1 auf Gemarkung Frommenhausen. Es handelt sich dabei ganz überwiegend um landwirtschaftlich genutzte Flächen, die außerhalb von Schutzgebieten liegen. In räumlicher Nähe befinden sich das Landschaftsschutzgebiet "Oberes Neckartal mit den Seitentälern Rommelstal, Starzeltal und Eyachtal", das Naturschutzgebiet "Kapfhalde", das FFH-Gebiet "Neckar und Seitentäler bei Rottenburg", verschiedene geschützte Biotope, die festgesetzten Wasserschutzgebiete "Rossau" und "Hirrlinger Mühlen", das fachtechnisch abgegrenzte Wasserschutzgebiet "Rossau/Burgmühle" sowie das Überschwemmungs-gebiet "Starzel/Weilertalbach". Auswirkungen auf geschützte Tiere und Pflanzen sowie die FFH-Verträglichkeit werden im Antrag betrachtet. Der Erweiterungsbereich liegt innerhalb eines im Regionalplan Neckar-Alb festgelegten Gebiets für den Abbau ober-flächennaher Rohstoffe (Vorranggebiet). Die vorgesehene max. Abbautiefe im Bereich der Erweiterungsfläche liegt zwischen 390 m üNN und ca. 393 m üNN und damit mindestens 2 m über dem höchsten gemessenen Grundwasserstand. Der Sicherheits-abstand zwischen Abbaukante und den benachbarten Flurstücken im Erweiterungsbereich beträgt 5 m. An der Südwest-Ecke der Erweiterung wird entlang des Walds bzw. des dortigen Wirtschaftswegs ein Abstand von 15 m zur Baumkrone eingehalten. Auf dem Sicherheitsstreifen wird umlaufend ein 3 m breiter und 1,5 m hoher bepflanzter Sichtschutzwall sowie ein gleich hoher Maschendrahtzaun im Abstand von 0,5 m zu den Nachbargrundstücken errichtet. Die Abbau-Laufzeit beträgt zwischen 8 und 12 Jahren in der Erweiterung. Parallel zum Abbau wird bereits sukzessive rekultiviert. Hierzu wird eigenes Material verwendet sowie max. 150.000 t/Jahr Fremdmaterial (Zuordnungs-klasse Z0 und Z0*IIIA) angenommen. Nach Abbauende erhöht sich die Verfüllrate. Der Erweiterungsbereich soll nach erfolgter Rekultivierung wieder als Ackerfläche genutzt werden. Der Verfüllzeitraum nach Abbauende beträgt plangemäß 16 Jahre, so dass die Rekultivierung im Jahr 2050 abgeschlossen sein wird. Der Rückbau der Anlagen schließt sich daran an und wird mit einer Dauer von 3 Jahren veranschlagt. Mit der Erweiterung des Steinbruchs werden folgende weitere Änderungen beantragt: • Änderung des genehmigten Geländemodells und der Rekultivierungsplanung (LBP) für den gesamten Steinbruch • Anpassung der max. Abbaurate • Anpassung der Annahmerate von Fremdmaterial nach Abbauende • Anpassung der Betriebszeiten für den Steinbruch und das Schotterwerk • Verkleinerung des Sprengradius für Sprengungen in der Erweiterung • Anpassung des Böschungsprofils und Abstand zu den Nachbarflurstücken in der Erweiterung Aus den Antragsunterlagen ergeben sich folgende nähere Angaben hierzu sowie damit verbundene weitere Änderungen des Betriebs, im Wesentlichen: Restabbau des südlichen Randstreifens innerhalb der im Jahr 2012 genehmigten Abbau- fläche, Erhöhung der max. jährlichen Gesamtabbaumenge auf 796.000 t/Jahr (davon Abraum/Boden 96.000 t/Jahr und Wertgestein 700.000 t/Jahr), Erhöhung der max. jährlichen Verkaufsmenge auf 650.000 t/Jahr, Ausweitung der Betriebszeiten auf 250 Tage/Jahr und 40 Samstage/Jahr, Erhöhung der Sprengtage auf 5 Tage/Woche (neben den Großbohrlochsprengungen in den Dolomit-/Kalksteinschichten künftig auch Lockerungssprengungen in der Kalk-/Tonsteinwechselfolge des Unteren Keupers), Verschiebung der Betriebszeit an Samstagen auf 7 Uhr - 11 Uhr, Erhöhung des betrieblichen Fahrverkehrs auf max. 700 Fahrten/Tag (durchschnittlich 280 Fahrten/Tag), Verkleinerung des Sprengbereichs auf 200 m, Überarbeitung und Fortschreibung des Rekultivierungsplans ("LBP 2020"), Ver-längerung der Fristen zur Wiederaufforstung sowie Betrieb des Steinbruchs im geänderten Umfang. Mit der Inanspruchnahme der Erweiterungsfläche soll begonnen werden, sobald die Genehmigung vorliegt. Dies gilt auch für die sonstigen beantragten Änderungen.

Steine und Erden, Glas, Keramik, Baustoffe
Zulassungsverfahren

Evonik Operations GmbH - Rückstandsverbrennungsanlage

20.01.2022

Die Firma Evonik Operations GmbH, Paul-Baumann-Str. 1 in 45772 Marl hat die 1. Teilgenehmigung zur wesentlichen Änderung einer Anlage zur Verbrennung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen (Rückstandsverbrennungsanlage) auf dem Grundstück Paul-Baumann-Str. 1 in 45772 Marl (Gemarkung Marl, Flur 54, Flurstück 41,42) beantragt. Der gesamte Antrag umfasst folgende Maßnahmen: 1. Erweiterung der bestehenden Rückstandsverbrennungsanlage um eine weitere Verbrennungslinie (RK1) 2. Modernisierung der bestehenden Verbrennungslinie (RK2) unter Beibehaltung der genehmigten Durchsatzleistung 3. Errichtung und Betrieb eine Schredderanlage zur Zerkleinerung fester Abfälle für beide Verbrennungslinien 4. Logistische Einbindung des derzeit im Bau befindlichen zentralen Tanklagers (Anlagen-Komplex-Nr. 0411) mit Inbetriebnahme der geänderten Rückstandsverbrennungsanlage 5. Errichtung und Betrieb von Nebenanlagen (Labor- / Sozial- / Leitstand- und Bürogebäude, eine Werkstatt, ein Lagerbereich für Betriebsmittel sowie ein Schlackelager) Der Umfang der 1. Teilgenehmigung bezieht sich auf die Modernisierung der vorhandenen Rückstandsverbrennungsanlage (RK2), die Übernahme des Tanklagers Bau 0411, die Errichtung einer Schredderanlage, die Erdbau- und Gründungsarbeiten für die Erweiterung der Rückstandsverbrennungsanlage um eine weitere Verbrennungslinie (RK1) sowie die Errichtung weiterer Nebenanlagen. Die Gesamtbehandlungskapazität wird nach Umsetzung der ersten und zweiten Teilgenehmigung von derzeit 45.000 t/a auf 195.000 t/a erhöht. Das beantragte Vorhaben soll nach Erteilung der beiden Teilgenehmigungen umgesetzt und voraussichtlich im 4. Quartal 2022 in Betrieb genommen werden.

Verwertung und Beseitigung von Abfällen und sonstigen Stoffen

Informationen

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Zweck der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist es, die Auswirkungen von Vorhaben auf die Umwelt frühzeitig zu erkennen und ihre Ergebnisse bei der Entscheidung über die Zulassung eines Vorhabens zu berücksichtigen. Sie dient einer wirksamen Umweltvorsorge.

Die UVP wird in dem Verfahren durchgeführt, das die abschließende Entscheidung über die Zulassung des jeweiligen Vorhabens zum Ziel hat. Die Öffentlichkeit wird bei der Durchführung der UVP beteiligt.

Im UVP-Portal dieser Internetseite können Sie sich über UVP-pflichtige Vorhaben, deren Verfahrensstand, Auslegungs- und Erörterungstermine, eingestellte Unterlagen, Berichte und Empfehlungen sowie die anschließende Entscheidung informieren. Sie können ein Vorhaben entweder auf der Startseite über die Suchfunktion bzw. durch die Auswahl einer Kategorie finden, oder über die Auswahl eines Vorhabens auf der Karte, auf der die Vorhaben mit ihrem (zukünftigen) Standort hinterlegt sind.



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