Allgemeine Vorhabenbeschreibung

Die K+S KALI GmbH hat den Stand-Alone-Betrieb der REKAL-Anlage, Stadt Wunstorf, Region Hannover, beantragt. Der Antrag liegt vom 26.06.2019 bis zum 25.07.2019 bei der Stadt Wunstorf sowie den Samtgemeinden Nenndorf und Sachsenhagen öffentlich aus.

Projekt:
Stand-Alone-Betrieb der REKAL-Anlage, Stadt Wunstorf, Region Hannover

Vorhabenträger:
K+S KALI GmbH, Tienberg 25, 31515 Wunstorf

Antragsgrundlage:
§ 52 Abs. 2a Bundesberggesetz (BBergG) in Verbindung mit § 1 Nr. 9 der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben (UVP-V Bergbau), i.V.m. Nr. 8.5 der Anlage 1 zum Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) sowie § 10 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) i.V.m. Anlage 1 zur 4. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (4. BImSchV).
Für die Genehmigung des Vorhabens ist ein bergrechtliches Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen.

Verlauf des Genehmigungsverfahrens:

28.07.2016 Verlangen der Vorlage eines Rahmenbetriebsplans gemäß § 52 Abs. 2a BBergG
11.05.2017 Antragskonferenz (Scoping)
16.05.2019 Eingang des vollständigen Antrags


Auslegung der Planunterlagen 26.06.2019 bis 25.07.2019

Samtgemeinde Nenndorf
Rathaus (Zimmer 2.03), Rodenberger Allee 13, 31542 Bad Nenndorf
Montag 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 15.30 Uhr
Dienstag 09.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch ./.
Donnerstag 09.00 – 12.00 Uhr und 15.00 – 17.00 Uhr
Freitag 09.00 – 12.00 Uhr

Samtgemeinde Sachsenhagen:
Rathaus Hagenburg (Zimmer 11), Schloßstr.3, 31558 Hagenburg
Montag 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00-15.30 Uhr
Dienstag 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00-15.30 Uhr
Mittwoch 09.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr
Freitag 09.00 – 12.00 Uhr

Stadt Wunstorf:
Bauamt, Stiftstr. 8, 31515 Wunstorf:
Montag 08:00 – 15:00 Uhr
Dienstag 08:00 – 15:00 Uhr


Die Bekanntmachung der Planauslegung enthält wichtige Hinweise für Betroffene und Einwender.

Vorhabensbeschreibung:

Die K+S KALI GmbH betreibt auf dem Gelände des Kaliwerks Sigmundshall in der Gemeinde Wunstorf, Region Hannover eine Anlage zur Verwertung von Salzschlacken der Sekundäraluminiumindustrie.

Antragsgegenstand ist der Betrieb dieser REKAL-Anlage im sogenannten Stand-Alone-Betrieb, d.h. nach Einstellung der Kaliproduktion und des Bergwerksbetriebes. Neben dem Betrieb der REKAL-Anlage werden Restarbeiten des Bergwerksbetriebes sowie die Arbeiten zur Abdeckung der Halde durchgeführt. Die Abdeckung der Halde erfolgt auf Grundlage eines bereits zugelassenen und bestandskräftigen Rahmenbetriebsplanes, die Einstellung des Abbaubetriebes ist Gegenstand eines noch zu erarbeitenden und zuzulassenden Abschlussbetriebsplanes.
Diese REKAL-Anlage (REcycling KALium) ist eine physikalisch-chemische Behandlungsanlage zur Verwertung von Salzschlacken der Sekundäraluminiumindustrie. Sie setzt sich aus der REKAL-Anlage selbst, dem REKAL-Rückstandslager und der Thermischen Nachverbrennung zusammen.

Wesentliche Prozesse der REKAL-Anlage:

In der Anlage werden Salzschlacken als Abfall zur Verwertung angenommen.
Das entwässerte KCI-Produkt der REKAL-Anlage kann direkt als getrocknetes KCl dem Schmelzsalz Montanal® zur Einstellung des K2O-Gehalts zugesetzt werden, oder es erfolgt eine Weiterverarbeitung in einem Schwesterwerk.
Das gewonnene Aluminiumgranulat geht zurück an die Schmelzer.
Das gewonnene Ammoniumsulfat wird als Düngemittel verwendet.
Metallschrott wird an Dritte abgegeben.

Ein Gemisch aus dem Rückstand der REKAL-Anlage, Steinkohlenkraftwerksaschen und Granulierlauge wird für die Abdeckung der Rückstandshalde verwendet mit dem Ziel, den Anfall von niederschlagsbedingtem Haldenwasser zu verringern.

Neben der REKAL-Anlage werden Einrichtungen auf dem Bergwerksgelände mitgenutzt, z.B. die Lkw-Annahme, ein Bürogebäude, das Feuchtsalzlager, die Chemikalienlagerhalle und das Magazin. Mitgenutzt werden auch die Kaue sowie das Hauptlabor mit Büros und Sozialräumen.
Von baubedingte Arbeiten, von Transportfahrten auf öffentlichen Straßen und vom Betrieb der Anlage, können u.a. folgende Wirkungen ausgehen: Lärm-, Licht-, Stoff-, Staub- und Geruchsemissionen, Erschütterungen, (eine bereits vorhandene) Flächeninanspruchnahme sowie optische Veränderungen und Kulisseneffekte.

Weitere Einzelheiten können der Allgemein verständlichen nicht-technischen Zusammenfassung oder den vollständigen Antragsunterlagen entnommen werden.

UVP-Kategorie

Bergbau- und Abbauvorhaben, dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid

Raumbezug

Adressen

Ansprechpartner

Niedersächsisches Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Dienstsitz Clausthal-Zellerfeld

An der Marktkirche 9
38678 Clausthal-Zellerfeld
Deutschland

E-Mail: andreas.schleicher@LBEG.niedersachsen.de
Telefon: +49 (0)5323 9612 228
Fax: +49 (0)5323 9612 258

Verfahrensschritte

Öffentliche Auslegung

Zeitraum der Auslegung

26.06.2019 - 25.07.2019

Auslegungsinformationen

Bekanntmachung der Planauslegung ( Bekanntmachung der Planauslegung.pdf )

UVP-Bericht, ggf. Antragsunterlagen

Planfeststellungsunterlage ( Planfeststellungsunterlage.pdf )
Allgemein verständliche nichttechnische Zusammenfassung ( Allgemein verständliche nichttechnische Zusammenfassung.pdf )